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S chauen Sie sich mal in der »modernen« Welt um! Alle sind mit Allen per Du und im Internet schon gleich sowieso. Warum eigentlich? Kennen wir uns Alle mittlerweile so gut? Wohl kaum!

Fühlen wir uns schon gläsern und geben daher auch den Abstand in der Sprache direkt ab? Manche vielleicht?, viele wohl jedoch kaum! Oder haben wir uns einfach angepasst, weil das Alle so tun? Weil die Werbung ursprünglich Nähe mit dem »Du« erzeugen wollte und wir jetzt nicht mehr anders können? Ja, uns nicht »emanzipieren« können, ohne die Angst zu haben, anderes zu sein oder nicht dazu zu gehören.

Das Wörtchen »Sie« drückt Respekt vor dem Individuum aus

Ich für meinen Teil werde Sie – als meine Leser/innen – auf jeden Fall »Siezen«. Warum?

Ganz einfach: Aus Respekt!

Ich bringe Ihnen durch das Nicht-Duzen den Respekt entgegen, den jeder Mensch verdient. Ich schätze Sie dadurch als eigenständiges Individuum. Zugleich gebe ich uns die Chance, uns erst einmal kennenzulernen. Uns zu beschnuppern. Vielleicht passen wir ja auch nicht zusammen. Das wäre auch ok, weil ich und Sie sicher auch nicht mit allen Menschen gleich befreundet sein wollen.

Das Duzen in unserer Gesellschaft ist befremdlich – zumindest, wenn man mal darüber nachdenkt. Wir alle wollen doch so individuell sein, aber fast jeder läuft irgendwie irgendetwas nach. Da gibt es die alteingesessene »Bussi-Bussi-Gesellschaft mit Sektchen und Stößchen« oder die neuen Massenindividualisten. Die Individualisten, die zum Beispiel auf Avocado-Chia-Samen-Sandwich schwören.

Um es kurz zu sagen, es gibt zu viele Trends, denen aber doch irgendwie Alle auf ihre Art folgen. Um dazuzugehören und um gleichzeitig ganz individuell zu leben. Nur den ersten Teil des vorherigen Satzes verleugnen alle. Denken Sie mal darüber nach. Was meinen Sie?

Nein, so werden Sie nie Ihre Ziele erreichen – es sei denn, Ihr Ziel ist, es sich für andere aufzuopfern und fremdbestimmten Idealen nachzurennen. Ich hoffe, dies ist nicht der Fall!

Wie ich meine Leser sehe

Ich möchte Sie lieber als individuellen Menschen mit eigenen Zielen und Träumen sehen – ja, vielleicht sogar mit einer eigenen Vision. Diesen Respekt zeige ich Ihnen, indem ich Sie mit SIE anrede. Wir sind nämlich keine Freund, gute Bekannte oder verwandt.

Im Übrigen, wenn Sie wachsen wollen, suchen Sie sich Trainer, Redner, Coachs, die Sie nicht kennen, die Ihnen von außen neue Ideen liefern und noch nicht zu Ihrem festen sozialen Umfeld gehören. Nur so lernen Sie neue Ideen und werden wachsen.

Machen Sie mit – das Wörtchen »Sie« kann den Anfang machen

Ich möchte mit einen keinen aber wichtigen Aufruf enden und SIE dazu einladen, mehr zu hinterfragen und auf Ihr innerstes zu hören. Machen wir uns endlich davon frei, zu machen, was Alle angesagt finden und besinnen uns darauf zurück, Respekt vor uns selbst – unserer Individualität – zu haben. Beginnen wir mit der Rückbesinnung auf das Individuum – zunächst auf uns und unserer Wünsche – und dann durch Respekt auf die anderen Individuen um uns herum.

Der Anfang kann in der Kommunikation mit Anderen das kleine Wörtchen »Sie« machen. Probieren Sie es einmal aus.

Ihr