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D ie meisten Menschen haben es sich in ihrer Komfortzone bequem gemacht. Sie sind mit dem passiven Miterleben aus sicherer Entfernung zufrieden. Das bisschen hieraus resultierende Erregung genügt, um sich am Leben beteiligt zu fühlen.

Der Trend geht sogar teilweise dahin, sich darauf zu fokussieren mitzuerleben, was andere erleben anstatt selbst aktiv zu werden. Warum sonst schauen sich Millionen von Menschen an, was ihre Facebook-Freunde zu Mittag gegessen haben oder sehen und diskutieren über das Dschungelcamp.

Plastisch ausgedrückt sitzen diese Menschen bequem im »Zuschauerraum« und sehen zu, was um sie herum passiert. Oft erfüllt von dem inneren Wunsch, auch einmal im Mittelpunkt zu stehen oder etwas Besonderes zu erleben. Diesem Wunsch nachzueifern haben sie aber schon lange aufgegeben.

Es wird nach schlechten Alibis gesucht – so bspw. auf der Arbeit. Dort wird sich zum Beispiel damit zufriedengegeben, Spezialist auf einem Gebiet zu sein und sei es für die Bearbeitung von dem x- oder y-Antrag.

Sind wir einmal ehrlich, dann ist all dies nur ein schlechtes Alibi dafür, sich selbst das große Glück im Leben zu versagen bzw. Angst davor zu haben, zu scheitern. Etwas Größeres zu erreichen, könnte ja schwer werden und man müsste zudem zunächst einmal wissen, was wir überhaupt wollen.

Stattdessen setzen viele Menschen auf die Befriedigung lediglich eines oder zwei ihrer Bedürfnisse und lassen alle anderen verkümmern. Sie laufen dafür meist fremdbestimmten Idealen hinterher und hungern dadurch nach Anerkennung bei der Arbeit, in der Ehe oder im Verein.

Teilweise wissen sie dies sogar oder lesen zumindest darüber, aber sie ändern es nicht wegen der Angst vor Rückschlägen.

Warum Rückschläge & Hindernisse für Wünsche wichtig sind

Wäre es nicht schön, wenn wir mit einem Schnips unser ersehntes Leben bekommen könnten – so von jetzt auf gleich? Hört sich gut an – oder? Glauben Sie mir, es wäre jedoch nicht das, was wir uns erwünscht haben. Wir wären nicht vorbereitet. Uns würden die Erfahrungen fehlen, die uns zu diesem Leben geführt haben und somit wäre uns der Rückblick auf unsere Erfolge hin zu unserem Ziel verwehrt.

Um ein Ziel zu erreichen, müssen wir uns nämlich zunächst so weiterentwickeln, dass wir die Zielerreichung schaffen können. Wir alle müssen gute und schlechte Erfahrungen machen auf dem Weg hin zu unserem ersehnten Ziel. Dies macht es erst möglich, dass wir – wenn wir unser Ziel erreicht haben – auch glücklich damit sind.

Sie wollen ja auch bei einem Film nicht wissen, wie dieser ausgeht bevor Sie ihn gesehen haben. Die ganze Spannung wäre dahin. Die Höhen und Tiefen im Film machen es gerade spannend, den Film zu sehen. So ist es auch im Leben, die Höhen und Tiefen machen das Leben lebenswert und liefern uns im Rückblick Motivation und Befriedigung.

Trotzdem sollte es unser Ziel sein, die Hochs und Tiefs unseres Lebens zu glätten, um nicht auf Dauer durch »Extremsituationen« zerrissen zu werden.

Wie wir großen Problemen und Hindernissen vorbeugen können

Das Leben ist eine permanente Auseinandersetzung mit kleinen Problemen und Hindernissen. Einige davon legen andere uns in den Weg, andere wiederum wir uns selbst.

Das große Problem ist nicht, dass wir uns teilweise selbst im Weg stehen, sondern dass viele Menschen die kleinen Dinge ignorieren. Sie warten ab, bis diese zu großen Problemen oder Hindernissen geworden sind, um dann gezwungenermaßen sich damit zu beschäftigen.

Einfacher ist es jedoch, sich sofort damit auseinander zu setzen. Denn so wie wir die kleinen Dinge tun, so tun wir auch die großen und so ist unser Leben.

Wie die kleinen Dinge mit den großen zusammenhängen

Oft neigen Menschen dazu, sich nur auf das Große zu konzentrieren und vernachlässigen dabei die kleinen oft sehr wichtigen Dinge – die Teilschritte auf dem Weg zum Großen. Diese sind jedoch die Stellhebel für das Große. Dies wird oft verkannt, stattdessen wird alles, was nicht gleich große Veränderung bewirkt, nur als notwendiges Übel angesehen und sich nur mit Widerwillen damit beschäftigt.

Wir können jedoch nur durch die gezielte Bewältigung der kleinen Dinge im Leben im Großen vorankommen. Ansonsten knirscht es an zu vielen Stellen und wir können uns nicht auf das Wesentliche konzentrieren. Die kleinen Dinge werden dann nach und nach zu großen Problemen.

Unser Leben durch kleine Dinge positiv beeinflussen

Unser Leben wird nicht von nur einem großen Ereignis bestimmt, sondern davon, wie wir jeden Tag leben. Also von dem, wie wir die kleinen Dinge im Leben angehen. Es heißt nicht umsonst, so wie man die kleinen Dinge tut, so tut man auch die großen.

Hinzukommt, dass kleine Dinge und Probleme sich viel schneller und einfacher bewältigen lassen. Warten wir ab, bis etwas unausweichlich wird, so wird es meistens gleichzeitig schwerer und schwerer. Gehen Sie daher Dinge gleich an und schieben Sie Nichts unnötig auf – egal wie klein es zunächst scheinen mag.

Wenn Sie an der Mehrheit der Tage sagen können: Ich habe heute dies und das erfolgreich erledigt – auch wenn es nur eine »Kleinigkeit« war –, dann werden Sie Ihr Leben mehr und mehr bewusst steuern und gleichzeitig erfolgreicher. Sie entwickeln sich von einen fremdbestimmten zu einem selbstbestimmten Menschen.

Können Sie dies jedoch nicht, dann werden Sie irgendwann unter den mittlerweile von kleinen zu großen Hindernissen gewordenen Problemen leiden und von diesen getrieben sein.

Vergessen Sie daher bitte nie: Jede Erfahrung und jedes Hindernis birgt auch eine Chance. Ihnen kann niemand die Erfahrungen ersparen, die Sie machen müssen, um ein Ziel zu erreichen. Sie werden daran wachsen und zu einem neuen, für Ihr Ziel vorbereiteten Menschen werden.

Ihr