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W eihnachten liegt hinter uns und Sie hatten hoffentlich eine besinnliche und fröhliche Zeit mit Ihrer Familie. Nun ist die Zeit »zwischen den Jahren« angebrochen und viele Menschen lassen das Jahr Revue passieren und machen Pläne bzw. »gute« Vorsätze für das kommende Jahr. Beides finde ich essentiell und rate ich jedem zu tun. So weit so gut.

Schauen wir uns jedoch im Detail an, wie an solch einen Rückblick bzw. an die Zielsetzung für das nächste Jahr herangegangen wird, so wird schnell klar, wieso die meisten »guten« Vorsätze bald nach Neujahr wieder begraben werden.

»Gute« Vorsätze: Die Idee ist gut, aber …

Ein häufig unterschätztes Problem ist, dass wir unsere Pläne für das nächste Jahr meist nebenbei machen oder all das, was wir schon seit längerem ändern wollen, jetzt nochmal gebündelt ab 01.01 des neuen Jahres umsetzen möchten. Schlechte Nachricht: Das klappt so gut wie nie!

Um wirklich etwas in Ihrem Leben zu verändern, müssen Sie erst einmal wissen, wo Sie stehen. Hierfür ist ein Review des bald vergangenen Jahres genau richtig. Solch ein Review sollte jedoch nicht mal so nebenbei beim Weihnachtsessen oder bei einem Sparziergang mit dem Lebenspartner gemacht werden.

Eine wirkliche Betrachtung Ihres persönlichen letzten Jahres sollte alleine im Stillen erfolgen. Schreiben Sie sich auf, was Besonderes passiert ist und was gut bzw. vielleicht nicht so gut gelaufen ist. Bewerten Sie die wesentlichen Ereignisse für sich.

Vor allem aber analysieren Sie, wieso es zu diesen Erfolgen oder Fehlschlägen kam. Was haben Sie getan und was evtl. nicht bzw. was hätten Sie tun können, um ein (noch) besseres Ergebnis zu erreichen? Das Entscheidende ist nämlich nicht, was passiert ist, sondern Ihr Verhalten, das dazu geführt hat.

Entdecken Sie hierbei Verhaltensmuster, die Sie ändern möchten, so können Sie sich eine Veränderung dieser Verhaltensmuster als »gute« Vorsätze fürs nächste Jahr vornehmen. Aber Achtung!, so einfach ist das alles nicht, nur weil Sie sich jetzt bewusst beschlossen haben, ab 01.01. werde ich »x« tun und »y« sein lassen, heißt dies nicht, dass Sie damit erfolgreich sein werden.

Es gibt nämlich auch noch Ihr Unterbewusstsein und das hält am Bestehenden fest. Die Veränderung von Verhaltensweisen (meist langjährige Gewohnheiten) dauert und ist mit viel Anstrengung verbunden.

Hilfreiche Tipps, wie Sie einen solchen Veränderungsprozess angehen und erfolgreich umsetzen können, finden Sie in diesem Blockartikel zum Thema Gewohnheiten ändern.

Zu diesen »guten« Vorsätzen sollten noch konkrete Ziele für das kommende Jahr hinzukommen. Denn nur wenn Sie Ziele haben, wissen Sie wohin Sie wollen und können dementsprechend agieren.

Einmal ist kein Mal

Um die wirklich passenden Ziele für Ihr Leben herauszufinden, reicht es nicht aus, sich einmal zwischen den Jahren kurz hinzusetzen und sich zu überlegen, was schön wäre, nächstes Jahr zu erreichen.

Bei solchen ad-hoc Überlegungen wird Ihnen sicher etwas einfallen; das Ziel ist aber nicht, irgendwas zu erreichen, sondern das, was Sie glücklich macht. Beschäftigen Sie sich nur hin und wieder – evtl. sogar nur einmal im Jahr – mit dem was Sie wollen, dann werden Sie eher nicht zu einem belastbaren Ergebnis kommen.

Ziele, basierend auf ad-hoc Überlegungen, sind meist stark situationsabhängig und von dem getrieben, was Sie gerade am meisten stört bzw. was Sie vor kurzem mitbekommen haben und auch gerne hätten.

Es gibt auch einige Menschen, die sich jedes Jahr mehr oder weniger immer das Gleiche vornehmen – erreichen tun sie es aber nie –, weil sie nicht wissen, was sie genau wollen. Die Motivation bei der Umsetzung von diesen irgendwann einmal meist zu schnell gefassten Zielen – die nach Jahren mittlerweile »normal« geworden sind – geht schnell verloren. Diese Ziele dienen nicht wirklich der inneren Erfüllung und sind mehr ein Feigenblatt als Erfüllung.

Teilweise resultieren die eben angesprochenen Ziele aus gesellschaftlichen Normen/Tendenzen – wie zum Beispiel: abnehmen, mehr Sport oder aufhören zu rauchen. Solche Ziele sind objektiv betrachtet sinnvoll, aber Objektivität reicht nicht aus, um Sie zukünftig glücklich zu machen. Motivation entsteht durch solche Ziele nicht. Nur wenn Sie für Ihr Ziel brennen, werden Sie es auch erreichen. Es ist daher essentiell, für sich passende Ziele zu haben.

Daher rate ich Ihnen, beschäftigen Sie sich kontinuierlich mit Ihren Zielen & Wünschen. Finden Sie heraus, was Sie von Ihrem Inneren her aus Ihrem Leben machen möchten. Vergessen Sie hierbei nie: Zeit, die Sie in sich, in Ihre Zielefindung und schließlich in die Zielerfüllung investieren, ist die mit am besten investierte Zeit, die es gibt.

Gerade am Anfang, wenn Sie neu anfangen sich über Ihre wirklichen Ziele im Leben Gedanken zu machen, werden Sie viele Runden drehen bis Sie zu einem für sich richtigen Ergebnis kommen. Ein Ergebnis, was Sie als Person widerspiegelt und was Sie wirklich begeistert und nicht nur kurzfristig motiviert oder von außen suggeriert wird, fällt eben nicht mal gleich vom Himmel.

Eine der besten Techniken, um solche Ziele zu finden, ist der Kampf gegen ein weißes Blatt Papier. Mehr dazu finden Sie hier.

Zeit für die Zukunft einfordern

Ein Ansatz, um langfristig und regelmäßig mehr in sich selbst hineinzuhorchen und herauszufinden, was Sie wirklich möchten, ist das bewusste Einplanen von Zeit hierfür.

Nehmen Sie sich doch an einem festen Tag in der Woche mindestens 1 bis 2 Stunden Zeit, in denen Sie sich mit sich selbst beschäftigen. Nutzen Sie diese Zeit für die Technik des Kampfes gegen ein weißes Blatt Papier, um herauszufinden, was Sie wirklich antreibt oder wie Sie sich zu einem Thema positionieren wollen bzw. welche Entscheidungen Sie treffen möchten etc.

 

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Challenge

Ab dieser Woche nehmen Sie sich an einem Tag pro Woche mindestens 1 bis 2 Stunden Zeit für sich und dem Kampf gegen ein weißes Blatt Papier.

 

Ohne »gute« Vorsätze und Ziele »sterben« Sie langsam vor sich hin!

Es klingt sicherlich hart, dass Sie ohne »gute« Vorsätze und Ziele langsam vor sich hinsterben, aber bildlich gesprochen ist das genau so!

Ohne »gute« Vorsätze und Ziele werden Sie stehenbleiben.

Manchen Menschen sagen, Sie sind zufrieden mit dem, was Sie haben und was gerade ist. Sie wollen es »genauso« haben – und bitte keine Änderung. Ist solch eine Einstellung sinnvoll? NEIN!

Diese Menschen haben nicht verstanden, dass sich die Welt um sie herum immer schneller weiterentwickelt  und mit obiger Einstellung sie selbst aber nicht. Somit werden diese Menschen relativ verlieren und langsam vor sich hinsiechen.

Menschen ohne Ziele fehlt der Antrieb für Neues. Einige haben sogar Angst vor Neuem. Ihnen fehlt die Motivation, sich selbst zu fordern und weiterzuentwickeln. Stattdessen beschränken sie sich selbst auf den aktuellen Status-quo.

Für mich ist dieses Dahinleben wie »sterben«, es fehlt an Abenteuer, Herausforderungen und Veränderung – somit an all dem, was in der Rückschau das Leben lebenswert macht. Machen Sie also bitte nicht diesen Fehler und überlegen Sie sich, was Sie aus Ihrem Leben machen möchten. Tun Sie dies bitte nicht ad-hoc, sondern kontinuierlich, um zu sich selbst zu finden. Der erste Schritt hierfür sind Ihre persönlichen Ziele und »guten« Vorsätze für das neue Jahr.

Starten Sie gut in 2019!

Ihr